Psychofaktoren 

Die Psychofaktoren ausgelöst durch chronischen Stress

Warum spielt chronischer Stress eine Rolle bei Schmerzen?

Im Grunde ist Stress etwas Gutes für den Körper. Er macht uns leistungsfähiger und ist ursprünglich dafür da, in bedrohlichen Situationen Botenstoffe (z.B. Cortisol) auszuschütten. So kann der Körper mit ungewöhnlichen Situationen besser umgehen und unser Überleben wird gesichert.

Haben wir zu viel Stress, kommt es zu veränderten Produktion und Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Bei einem normalen Verlauf steigt der Cortisol-Spiegel am Tage an und fällt gegen Abend wieder ab, damit wir in Ruhe schlafen können. Haben wir aber dauerhaft stressige Situationen, die unsere Produktion anregt, ohne den Cortisol-Spiegel durch Ausgleich wie (z.B. Bewegung oder Entspannung) wieder abzubauen, kommt der Körper nachts nicht zur Ruhe, um sich zu regenerieren. Dabei ist wieder das Verhältnis zwischen Noradrenalin und Adrenalin entscheidend. Einfach erklärt, wird bei einem erhöhten Cortisol Spiegel gleichzeitig auch der Botenstoff Serotonin verbraucht, was zu einem Serotoninmangel führen kann.
Serotonin ist ein Glückshormon, welches bei einem Mangel unsere Stimmung, Energie und unseren Schlaf stark beeinflussen kann.